Wanderung Keschhütte

Das Heidi und der Geisspeter begrüssen uns am Samstag morgen singend in der Raststätte Maienfeld, es gibt kaum einen schöneren Start ins Wochenende. Wir nehmen es gemütlich und geniessen einen Kaffee. Für Frühstücker darfs natürlich auch eine knusprige Rösti sein. Davos ist unser Ziel. Zum ersten Mal führen wir einen zweitägigen Vereinsausflug durch. Das schöne Wetter ist bestellt und so lassen wir uns von den paar Wolken am Himmel auch nicht beirren. In Davos findet an diesem Wochenende gleichzeitig das Jodlerfest statt, diese angenehme Atmosphäre passt zu unserem Vorhaben.

So fahren wir mit dem Bus ins Sertig Dörfli und tauchen in die wunderschöne Berglandschaft ein. Dort angekommen schnüren wir unsere Wanderschuhe und marschieren los, den Regenschutz halten wir griffbereit. Heute möchten wir auf den Piz Kesch (Engadin) und dort in der SAC Hütte übernachten. So setzen wir einen Fuss vor den anderen und nehmen die fünfstündige Wanderung auf uns. Nach einer angemessenen ersten Etappe haben wir eine Pause verdient und stillen unseren aufgekommenen Hunger. Es windet und schon bald fängt es leicht an zu regnen, die Natur nimmt keine Rücksicht auf uns. Wir gewinnen an Höhenmeter und so wird unsere Wanderung abenteuerlich. Unser Weg führt über ein erstes Schneefeld, das haben wir so nicht erwartet. Die einen überqueren dies gekonnt elegant, andere müssen sich etwas mehr konzentrieren – gemeistert haben es aber alle hervorragend. Spätestens jetzt ist unser Teamgeist geweckt, wir sind eine tolle Gruppe!

Am Horizont sehen wir schon länger unser Ziel vor Augen, nun ist es ganz nahe. Alle erreichen das die Hütte und sind stolz auf ihre erbrachte Leistung. Wir beziehen ein Massenlager und treffen uns anschliessend zu Bier, Tee und Schoggi Melage im Stübli. Schon bald füllen wir unsere Teller mit Suppe, gefolgt von Reis, Gemüse und Fleisch– gereicht hat es auf jeden Fall. Den Abend lassen wir gemütlich ausklingen, sei dies ein Jass oder ein anderes Gesellschaftsspiel.

Wir stärken uns für den anstehenden Tag mit Kaffee, Anke und Konfi. Der Rucksack ist gepackt und schon laufen wir los. Es geht hauptsächlich abwärts und heute scheint die Sonne für uns. Adrian lässt uns an seinem Wissen über Flora und Fauna teilhaben und hält einen kurzen Vortrag. Die Landschaft wird zunehmend flacher und wir kehren in ein heimeliges Beizli ein. Nachdem wir etwas verweilt sind, nehmen wir die letzte Etappe bis Bergün in Angriff. Diese schöne Wanderung beenden wir in einem guten Restaurant, wo wir Bündner Spezialitäten wie Capuns und Pizokel geniessen. Wir fahren mit der Rhätischen Bahn über das Landwasserviadukt zurück nach Davos und machen uns von dort auf den Heimweg. Was für ein toller Vereinsausflug, Wiederholung erwünscht!

Sabrina Mahrer

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